Reisen nach Corona: Wie die Pandemie unser Reiseverhalten verändert

25.10.2021

Grenzen dicht, Hotels geschlossen, der Flugverkehr nahezu eingestellt: Was früher undenkbar war, ist im Frühjahr 2020 schlagartig Realität geworden. Mittlerweile sind viele coronabedingte Reisebeschränkungen aufgehoben, doch nach wie vor bestimmen Impfnachweise, Tests und Hygiene-Maßnahmen unseren Alltag. Private und dienstliche Reisen sind dadurch um einiges komplizierter geworden.

Reisehunger wurde zuletzt häufig im Inland gestillt

Die Sehnsucht nach unbeschwertem Urlaubsvergnügen ist jedenfalls groß: Laut einer Umfrage des Reiseportals Tourlane hat das Thema Reisen für 85 Prozent der Deutschen höchste Priorität und immerhin 65 Prozent sind auch im "Corona-Sommer" 2020 verreist - Pandemie hin oder her. Große Sprünge haben die meisten freilich nicht gemacht. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist laut einer aktuellen Studie des Automobilclubs ADAC im Inland geblieben anstatt zum Beispiel vom Flughafen BER in die Ferne zu fliegen - eine Tendenz, die sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen könnte. Vor allem die Bundesländer Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben 2020 von einheimischen Gästen profitiert. Bei Fernreisen außerhalb Europas war hingegen Zurückhaltung angesagt.

Doch den USA- oder Thailand-Urlaub wollen viele nachholen: 62 Prozent der Deutschen zieht es laut Tourlane-Daten in die weite Ferne, sobald die Grenzen wieder offen sind.

 

Thailand Urlaub am Strand

Viele Deutsche zieht es nach Corona in die Ferne
Photo by Sumit Chinchane

Massentourismus als Auslaufmodell?

Doch werden wir jemals wieder so entspannt und sorglos verreisen wie vor der Pandemie? Wie Tourismusforscher prognostizieren, wird es gerade der Massentourismus in den nächsten Jahren schwer haben. Denn Hygiene- und Abstandsregeln vertragen sich nicht gut mit Après-Ski-Partys oder vollbesetzten Kreuzfahrt-Dampfern. Bereits dieses Jahr haben fast 70 Prozent der Urlauber ein Reiseziel mit Outdoor-Optionen gewählt, um Menschenansammlungen zu entgehen.

Anstatt sich in großen Hotels einzumieten, verbrachten viele ihren Urlaub in Ferienhäusern oder Ferienwohnungen. Wichtige Entscheidungskriterien waren zudem eine gute Gesundheitsversorgung am Urlaubsort sowie klar kommunizierte Sicherheits- und Hygiene-Konzepte. Insgesamt spricht das für ein gestiegenes Qualitätsbewusstsein unter Urlaubern. Gerade kleinere und unbekannte Destinationen abseits der ausgetretenen Pfade könnten davon profitieren.

Corona durchkreuzt auch Dienstreise-Pläne

Für einen drastischen Rückgang hat die Pandemie auch bei Geschäftsreisen gesorgt. Um mehr als 80 Prozent ist die Reisetätigkeit deutscher Unternehmen im Jahr 2020 zurückgegangen - das haben Erhebungen des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) ergeben. Vor allem interkontinentale Geschäftsreisen waren aufgrund von Einreiseverboten nahezu unmöglich und wurden durch Videokonferenzen ersetzt, oftmals aus dem Homeoffice heraus.

Doch sind persönliche Kontakte zum Kunden durch Online-Meetings obsolet geworden? Viele Firmenchefs verneinen das. Mehr als 40 Prozent der vom VDR befragten Unternehmen halten es für notwendig, in Zukunft wieder mehr Kundentermine vor Ort wahrzunehmen als während der Pandemie. Zugleich geht aber eine Mehrheit davon aus, dass sich die Anzahl der Geschäftsreisen im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau reduzieren wird. Weniger, dafür aber gezieltere Dienstreisen: Das könnte nicht nur Geld sparen, sondern auch die Klimabilanz von Unternehmen verbessern. 

Dienstreisen mit dem Flugzeug nach Corona

Photo by Artem Zhukov

Bereits jetzt zeichnet sich bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine Tendenz zu längeren Dienstreisen ab, Tagesreisen sind seltener geworden und Hand aufs Herz: Wer nimmt schon gerne eine vierstündige Autofahrt für ein einstündiges Meeting auf sich?

 

Geschäftsreisen für Berater und kleinere Unternehmen oft unverzichtbar

Ob sich auf Geschäftsreisen verzichten lässt, hängt aber auch von der Branche und der Unternehmensgröße ab. Gerade für Unternehmensberater ist der enge Kontakt zum Kunden vor Ort schwer durch Online-Meetings ersetzbar. Kleinere sowie mittelständische Unternehmen dürften ihre Außendienst-Mitarbeiter auch weiterhin auf Dienstreisen schicken, sofern sie Geschäftsbeziehungen ins Ausland pflegen. Denn anders als multinationale Großkonzerne haben sie meist keine Niederlassungen vor Ort.

Die Kosten und der bürokratische Aufwand für Dienstreisen dürften in Zukunft allerdings zunehmen - das erwartet eine Mehrheit der vom VDR befragten Unternehmen. Viele befürchten auch Probleme durch länger andauernde Einreisebeschränkungen in bestimmte Länder.

Flugreisen erleben ein Comeback

Ob Privaturlaub oder geschäftliche Reise: Der Pkw ist für viele Menschen nach wie vor das Verkehrsmittel der Wahl, denn Abstandsregeln lassen sich hier am leichtesten einhalten.

Doch auch Flugreisen erleben derzeit wieder ein Comeback, nachdem der internationale Flugverkehr im "Corona-Jahr" 2020 dramatisch eingebrochen ist. Eines gilt heute mehr denn je: Für einen entspannten Urlaubsbeginn braucht es einen sicheren und günstigen Parkplatz!

Immer mehr Reisende nutzen daher einen Parkservice wie den von Mein-Parken.


Dadurch lassen sich teure Parkgebühren vermeiden, wie sie etwa am Flughafen Berlin Brandenburg und in anderen Großstädten üblich sind. Das Auto wird kostensparend und vor allem sicher auf einem bewachten Areal abgestellt, nach Wunsch auch in einer beheizten und überdachten Halle. Selbst für den Transfer zum und vom Flughafen Berlin ist gesorgt - so kann der langersehnte Urlaub ganz ohne Stress und Hektik beginnen.

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Der Parkplatz vom Park & Fly-Service der Familie Damm in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg